SvE-Evaluation

Evaluationsprojekt der Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen (SvE) in Österreich

 

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sve@markusfelder.at

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Zur Zeit:

  • Dissertation ist abgeschlossen und über die Universitätsbibliothek der Universität Innsbruck verfügbar
  • Diplomarbeit ist noch in Fertigstellung!

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Die SvE-Evaluation beim Österreichischen Roten Kreuz
ist abgeschlossen!

 

Zielsetzung des Projektes

In der vorliegenden Studie wurde die Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen (SvE) – (Hilfe für Helfer) beim Österreichischen Roten Kreuzes evaluiert. Zur Anwendung kam eine Kombination aus Literaturanalyse, quantitativen und qualitativen Verfahren.

Die Bewertung der Stressverarbeitungsmaßnahmen ist in dieser Studie eng an vorab definierten Qualitätskriterien und Interventionszielen ausgerichtet. Diese wurden einerseits aus der bestehenden Literatur, andererseits aus den Ausbildungsrichtlinien und Rahmenvorschriften der Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen im ÖRK abgeleitet. Relevante Forschungsergebnisse sowie bestehende internationale Leitfäden wurden dabei eingearbeitet. Ziel hierbei war es messbare Erfolgskriterien für die Arbeit der SvE-Teams beim ÖRK zu eruieren.

Weitere Ergebnisse dieser Studie betreffen die Struktur, den Prozess sowie den Bereich Erfolg der Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen beim Österreichischen Roten Kreuz. Wesentlich war hierbei im Zuge dieser Untersuchung Informationen über die Bereiche zu generieren, einen Überblick herzustellen sowie Empfehlungen für die praktische Umsetzung zu formulieren.

SvE-Gütekriterien

Im Zuge dieser Studie war es möglich durch Synthese der Ziele der klassischen CISM-Maßnahmen (nach Everly&Mitchell 1998, 2002), die auch als Maßnahmen, die in der Rahmenvorschrift Psychosoziale Betreuung des ÖRK beschrieben sind, mit aktuellen Entwicklungen zum Thema Peersysteme, Stressmanagement, Schutzfaktoren und Resilienz (Antares Guidelines, Antonovsky, Cochrane Report, Clemens, Dyregrov, Hobfoll, NICE-Guidelines, Psychological Debriefing working party report, Lüdke, Teegen&Yasui, Tunnecliffe, u.a.) 13 Interventionsziele für die erfolgreiche Arbeit der SvE-Teams zu identifizieren. Diese Interventionsziele stellen somit Qualitätskriterien für erfolgreiche SvE-Arbeit dar.

Die 13 Interventionsziele/Gütekriterien für erfolgreiche SvE-Arbeit: Sinnzusammenhänge, Respekt, Gruppenkohäsion, Normalisierung, Hoffnung, Emotionale Unterstützung, Psychoedukation, Anerkennung für die Arbeit, Klimatische Bedingungen zur Angstreduktion/Vertrauensbildung, Praktische Unterstützung, Selbstbestimmung, Kognitives Durcharbeiten, Screening.

Im Rahmen der Studie erfolgte eine Untersuchung der gesamten qualitativen Aussagen über alle Gruppen hinweg deduktiv bezogen auf ihre Entsprechung betreffend dieser Ziele/Gütekriterien. Die Verteilung der Ziele/Gütekriterien ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der unten angeführten Grafik werden die oben angeführten Ziele mit den nachgewiesenen Wirkfaktoren psychosozialer Unterstützung nach Hobfoll et al. 2007 in Verbindung gesetzt. Alle Wirkfaktoren: Sicherheit (Safety), Stressreduktion (Calming), Selbstbestimmung (Self- und Collective Efficacy), Verbundenheit (Connectedness) sowie Hoffnung (Hope) konnten aufgefunden werden. Wobei der Wirkfaktor: Sicherheit als am Bedeutsamsten vorgefunden werden konnte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SvE-Matrix

Um eine besseren Überblick über die wesentlichen Elemente eines funktionierenden SVE-Systems in einer Organisation geben zu können, wurden im Zuge dieses Projekts durch Synthese aktueller Richtlinien und Forschungen (Antares Guidelines 2001, Tunnecliffe 2007, Nice-Guidelines 2005, Teegen, & Yasui 2000, Ritter 2004, Schmidt 2003, Inqa-Projekt 2004, Juch 2009) als Instrument die SVE-Matrix generiert.

Für ein funktionierendes SvE-System sind somit die vier Bereiche: Mitarbeiter, System-Bedingungen, Betroffene sowie der Bereich Evaluation von essentieller Bedeutung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie Empfehlungen für die praktische Umsetzung kann unter: sve@markusfelder.at angefordert werden.